Welche Vorteile bietet Content as a Service und wie funktioniert es?

3. May 2019
Welche Vorteile bietet Content as a Service und wie funktioniert es?

Social Media, Websites, Apps: Unternehmen müssen ihre Kunden an vielen Touchpoints abholen. Dafür muss Content vorhanden sein, der auf vielen Plattformen sichtbar sein sollte. Content as a Service kann hier unterstützen und den Aufwand für Marketing und IT reduzieren. Lesen Sie hier, wie es funktioniert.

Das Marketing muss eine wachsende Anzahl an Kanälen mit Content versorgen, um die Kaufentscheidungen von Kunden wirksam zu beeinflussen. Die Bereitstellung, Pflege des Contents und die Bedienung der Channels bringt einen stetig wachsenden Aufwand. Content as a Service setzt an dieser Stelle an, um den Aufwand zu reduzieren – für Marketing und IT.

Warum es sich lohnt, auf Content-as-a-Service zu setzen

Jedes Unternehmen möchte Kunden über die verschiedensten Kanäle erreichen. Inhalte sollen auf dem Smartphone oder Notebook, über eine App oder eine Smartwatch den Kunden erreichen. Für jeden Touchpoint wird der Content in einer eigenen Form und mit einem optimierten Layout benötigt.

Nicht nur für das Marketing bedeuten die Anpassungsarbeiten für jeden Kanal einen hohen Aufwand, sondern auch für die IT. Aktualisierungen der Inhalte sind wieder mit erneutem Aufwand verbunden. Durch den Einsatz von Content-as-a-Service werden diese Aufwände reduziert, da die Inhalte zentral verwaltet und automatisch an die jeweiligen Kanäle angepasst werden. Redakteure müssen also keinerlei Anpassungen im Bereich der Präsentation mehr vornehmen und auch Bilder und interaktive Inhalte werden so ausgeliefert, dass keine manuellen Anpassungen mehr nötig sind.

Hat das klassische CMS ausgedient?

In traditionellen Content Management Systemen wird der Inhalt zunächst produziert und anschließend mit Layouts und Styles versehen. Je nach Einsatzgebiet werden die Inhalte so aufbereitet, dass sie auf verschiedenen Endgeräten dargestellt werden können (üblicherweise Desktop, Tablet und Smartphone). Für die Aufbereitung werden für gewöhnlich CSS, HTML und JavaScript eingesetzt. Eine klare Trennung zwischen Backend und Frontend findet nicht statt, wodurch ein großer Mehraufwand entsteht, wenn es um die Bedienung vieler unterschiedlicher Kanäle geht.

CaaS: Backend und Frontend werden getrennt

Bei CaaS werden Backend und Frontend voneinander getrennt, der eigentliche Content wird über standardisierte APIs zur Verfügung gestellt. Die API kann in beliebige Systeme ohne größeren Implementierungsaufwand eingebunden werden. Die einzelnen Touchpoints fragen regelmäßig die API nach neuen Inhalten ab und stellen diese entsprechend bereit. Es ist nicht mehr erforderlich, den Content manuell für den jeweiligen Touchpoint bereitzustellen.

Diese Vorgehensweise ermöglicht mehr Flexibilität und macht die Komplexität beherrschbar. So kann beispielsweise ein reiner Frontend-Entwickler eine neue Website umsetzen, ohne sich mit einem CMS-System beschäftigen zu müssen.

Verwaltung des Contents

Ein CaaS kann als zentrale Verwaltungsstelle des Contents dienen, oder aber auch als zentraler Datenpool. Letzteres bedeutet, dass über Schnittstellen die Inhalte in das CaaS kopiert werden, das CaaS verteilt sie wiederum an die einzelnen Kanäle.

Auf diese Weise werden Datensilos vermieden und jede Abteilung kann auf die benötigten Daten zugreifen. Über Sicherheitskonzepte können einzelne Bereiche oder Inhaltstypen freigegeben werden. Beispielsweise die Bereitstellung einer API für Dritte ist durch den Einsatz eines CaaS ebenfalls wesentlich einfacher umsetzbar.

Fazit

Der Einsatz von Content-as-a-Service ermöglicht und vereinfacht die Nutzung von Inhalten über die Grenzen der eigenen Website. Standardisierte APIs ermöglichen die zur Verfügungstellung von APIs für Dritte, die Datenhoheit bleibt dennoch im bereitstellenden Unternehmen.