Jasmin KosmaHallo, ich bin Jasmin Kosma. Ich studiere Media Engineering an der Technischen Hochschule Georg-Simon-Ohm in Nürnberg.

Ich bin nun im 4. Semester. Praxissemester! – Das heißt: ein halbes Jahr arbeiten in einer Firma. Damit gehen viele To Do’s einher, wie Informationen einholen, Überlegungen anstellen, welche Firma bzw. welcher Aufgabenbereich einem wohl am Ehesten zusagt, Bewerbungen schreiben, Vorstellungsgespräche führen, evtl. vorab etwas Einarbeitung und so weiter.

Als ich mich gerade in dieser Phase befand, stolperte ich in näherer Umgebung meiner Wohnung auf ein interessantes Firmenschild: „webworks nürnberg“. Da ich die Firma noch nicht kannte, machte ich mich gleich im Internet über sie schlau und fasste kurzum den Entschluss, mich dort zu bewerben.

Das Vorstellungsgespräch lief ziemlich schnell und entspannt ab. Ich bin eines Nachmittags vorbeigekommen und habe meine Bewerbungsunterlagen gleich dabeigehabt. Da webworks nürnberg vorher noch keine studentischen Praktikanten eingestellt hatte, habe ich mit meinem zukünftigen Chef alle hierfür wichtigen Details abgeklärt. Nachdem meine Hochschule dem Betrieb ebenfalls zugestimmt hat, konnte ich mich voller Vorfreude in mein Praxissemester stürzen. Durch meine vorherige Recherche wusste ich bereits, dass webworks nürnberg eine kleine Internetagentur im Herzen Nürnbergs ist, welche sich dem Aufbau und der Wartung von Online-Plattformen und Individualsoftware widmet, aber wie das alles genau funktioniert und abläuft war mir bis dahin noch größtenteils ein Rätsel. Es hieß, ich solle mir im Vorfeld ein paar PHP-Tutorials ansehen und alles, was ich lernen muss, kommt dann, wenn ich anfange.

An meinem ersten Tag erwartete mich ein vollständig eingerichteter Arbeitsplatz, kostenlose Getränke und ein super nettes fünfköpfiges Team, welches aus dem Chef, einer Office-Managerin, einem Freelancer für die textuelle Konzeption und zwei Entwicklern besteht. Ich fand mich in meinem Büro mit den beiden anderen Entwicklern, Ioannis und Patrick, ein, richtete mir meinen Arbeitsbereich her, erstellte mir noch ein paar Accounts und fing an, mich der Materie zu stellen: Symfony.

Symfony ist ein auf der Skriptsprache PHP basierendes Framework für Webanwendungen. Es ist nach dem MVC-Architekturmuster (Model View Controller) umgesetzt und bietet sogenannte Bundles. Diese Bundles sind als Module zu verstehen, die unabhängig oder in Abhängigkeit zueinander verwendet werden können, um den Entwicklungsaufwand zu verringern und den Programmierern ihre Arbeit zu erleichtern.

Die ersten Wochen befasste ich mich also mit Symfony Tutorials, die ich auf deren Dokumentationsseite gefunden habe. Anschließend half Ioannis mir bei der Einrichtung eines realen Projekts und ich bekam die ersten kleineren „Tickets“. Diese Bezeichnung kommt aus dem agilen Projektmanagement ‚Scrum‘, welches in leicht abgewandelter Form auch bei webworks nürnberg Anwendung findet. Unter „Tickets“ versteht man kleine Aufgabenbereiche innerhalb eines Projektes, die von den Entwicklern abgearbeitet werden und somit das gesamte Projekt vorantreiben.

Meine erste Aufgabe bestand darin, ein Kontaktformular für die Online-Plattform eines Kunden umzusetzen. Anschließend durfte ich mich einer Landingpage desselben Projektes widmen. So arbeitet man sich Stück für Stück voran, bis am Schluss alles ineinandergreift, noch einmal getestet wird und dann online geht.

Jeden Montag trifft sich das gesamte Team von webworks und bespricht alle Erkenntnisse und Aktivitäten der vergangenen Woche, die Projektstände und die nächsten Vorgehensweisen. Sollte unter der Woche einmal Besprechungsbedarf bestehen, wird auch mal spontan ein Meeting einberufen oder die betreffenden Parteien treffen sich einfach kurz und reden über das Problem. Da die Firma noch jung ist und nicht so viele Mitarbeiter hat, funktioniert dieses System einwandfrei. Die flachen Hierarchien schaffen eine lockere, angenehme Arbeitsatmosphäre, welche sich positiv auf das gesamte Team auswirkt.

Auch Ideen abseits des Softwarebusiness werden gehört. Ich brachte z.B. den Vorschlag ein, einmal im Monat gemeinsamen zu kochen. Das Vorhaben fand sofort Zustimmung und bald darauf saßen wir alle gemeinsam zusammen und aßen frisch zubereitete Wraps. Im Monat darauf gab es Weißwürste 😛

An manchen Abenden sind wir auch gemeinsam zum „Wanderer“ auf den Burgberg gepilgert. Dort haben wir bei entspannter und heiterer Stimmung das eine oder andere Feierabendbier genossen und den Arbeitstag ausklingen lassen.

Mit den Kollegen besuchte ich auch das erste Mal eine User Group. Dort drehte sich alles rund um das Symfony Framework. In lockerer Atmosphäre wurden Informationen, Tipps und Kniffe zu dem Framework ausgetauscht und ein paar Anekdoten der erfahrenen Programmierer erzählt. Durch webworks nürnberg bin ich auch Mitglied des Organisationsteams des Nürnberger Digital Festivals geworden. Seitdem engagiere ich mich für die Organisation und Unterstützung des 10-tägigen Events. Darunter fallen Meetings, Testkäufe im neu erstellten Online-Shop, Plakate in der Stadt zu verteilen, Ideen mit einzubringen, das Korrekturlesen der Programmtexte, usw.

Meine Tickets habe ich immer fleißig abgearbeitet. Da war von Dingen, die gut liefen, bis zu Dingen bei denen man sich total verfranzte, alles dabei. Aber wenn ich wirklich nach mehrmaligem Probieren immer noch nicht auf die Lösung kam, konnte ich mich jederzeit an meine beiden Kollegen wenden. Sie gaben mir stets konstruktives Feedback, mit dem ich weiterarbeiten konnte.

Mittlerweile habe ich schon an einigen Projekten von webworks nürnberg mitgearbeitet und sogar ein paar Änderungen an dieser Website vorgenommen. Die letzte größere Aufgabe, die mir mein Chef gegeben hat, war ein Javascript Kalkulator zur Preiskalkulation unserer Angebote auf business-mail.org. Das ist ein Service unserer Firma, der Unternehmen optimale E-Mail-Lösungen anbietet.

Ich hatte vorher wenig Berührung mit JavaScript und habe mich deshalb auch in dieses Thema erst einmal tiefer einlesen müssen. Aber eine Woche später war der Kalkulator größtenteils fertig und die folgenden zwei Wochen habe ich damit verbracht, die Änderungen bzw. Ergänzungen, die mein Chef bzgl. des Kalkulators hatte, umzusetzen. Abschließend passte allerdings alles und der Kalkulator wurde online gestellt. Was für ein äußerst zufriedenstellendes Gefühl. 😀

Eine weitere Aufgabe war die Erstellung eines Werbevideos, wobei ich maßgeblich mit organisieren durfte. Außerdem wurde mir beigebracht, wie man Server einrichtet, den Vertrieb ankurbelt und einen Blogbeitrag verfasst.

Alles in allem lässt sich somit sagen, dass ich ein spannendes, abwechslungsreiches, vielseitiges und vor allem lehrreiches Praktikum bei webworks nürnberg hatte. Es gibt es zwar noch etwas Optimierungsbedarf, was den Praktikumsverlauf angeht, aber da ich die erste Praktikantin war, ist das auch mehr als normal. Es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen und die Köpfe bei webworks nürnberg lernen schnell dazu.

So bleibt am Schluss nur eines zu sagen: Danke!

Danke, dass ich mich und mein Können bei webworks nürnberg unter Beweis stellen durfte. Danke, dass ihr mir mit Rat und Tat zur Seite standet, wenn ich mal nicht weiterwusste. Danke, dass ihr geduldig erklärt und gewissenhaft korrigiert habt. Danke, dass ihr mich gefordert, gefördert und unterstützt habt! Einfach danke, für ein spannendes, aufregendes und vielseitiges Praktikum bei webworks nürnberg!