SEPA steht für Single Europe Payments Area, übersetzt also Europäischer Zahlungsraum, oder auch Euro-Zahlungsverkehrsraum. So wird der gemeinsame Zahlungsverkehrsraum von 36 europäischen Staaten bezeichnet, darunter auch sämtliche 28 Staaten der Europäischen Union. Alle Staaten haben sich im Rahmen eines Projekts zusammengetan und ein Verfahren zur Vereinheitlichung von bargeldlosen Zahlungen entwickelt. Dieses Verfahren trägt den selben Namen.

Das Verfahren wird seit August 2014 im Geschäftsverkehr zwischen Banken anstelle des alten Überweisungsverfahrens genutzt. Es dient als Standard im übernationalen Bankwesen.

Länder, die am SEPA-Verfahren teilnehmen

In allen Ländern der Eurozone ist das Verfahren umgesetzt und dient als Standard für Überweisungen. Zu den Ländern der Eurozone gehören

  • Österreich
  • Belgien
  • Zypern
  • Estland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Deutschland
  • Griechenland
  • Irland
  • Italien
  • Lettland
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta
  • Niederlande
  • Portugal
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien

Am SEPA-Verfahren teilnehmende Länder außerhalb der Eurozone

Folgende Länder gehören zwar nicht zur Eurozone, nehmen aber trotzdem am SEPA-Verfahren teil:

  • Bulgarien
  • Kroatien
  • Tschechische Republik
  • Dänemark
  • Ungarn
  • Polen
  • Rumänien
  • Schweden
  • Vereinigtes Königreich

Weitere am SEPA-Verfahren teilnehmende Länder

Neben den bereits genannten Ländern ist das einheitliche Verfahren neben den jeweiligen nationalen Verfahren verfügbar:

  • Island
  • Liechtenstein
  • Norwegen
  • Monaco
  • Schweiz
  • San Marino

Welche Vorteile bietet das SEPA-Verfahren?

Bevor SEPA eingeführt wurde, waren Überweisungen in andere Länder innerhalb der EU mit einer langen Überweisungsdauer verbunden. Da in jedem Lang unterschiedliche Systeme eingesetzt und verschiedene Formate genutzt wurden, waren das Senden und Empfangen von Zahlungen zeit- und kostenintensiv. Die Einführung des standardisierten Verfahrens sorgt dafür, dass es einen Standard im gesamten europäischen Wirtschaftsraum gibt. Auch ist eine Währungsumrechnung nicht mehr erforderlich, da SEPA-Überweisungen immer auch Euro-Überweisungen sind.

Die Standardisierung des Zahlungsverkehrs hat folgende Auswirkungen:

  • Verbesserung des Cashflows, da der Zahlungseingang planbar ist.
  • Senkung der Kosten des Geldverkehrs.
  • Leichterer Zugang zu neuen Märkten.

Lastschriftverfahren

Nicht nur Überweisungen sind mit dem einheitlichen Verfahren möglich, auch Lastschriften können eingezogen werden. Hier wird zwischen Basis-Lastschriften und Firmenlastschriften unterschieden.

Der Einzug von Lastschrift erfolgt durch die Bank und es ein sogenanntes SEPA-Mandat erforderlich. Dieses Mandat berechtigt den Zahlungsempfänger für die Durchführung der Lastschrift und ist vom Zahlungspflichten nachweisbar zu unterzeichnen.

Eine Basis-Lastschrift kann in der Regel vom Zahlungspflichtigen innerhalb von 6-8 Wochen widerrufen werden. Ein Widerruf hat zur Folge, dass das abgebuchte Geld dem Konto des Zahlungspflichtigen wieder gut geschrieben wird.

Weiterführende Links