Java

Java ist eine Sammlung von Computersoftware und Spezifikationen, die von einem Team um James Gosling in den Neunziger Jahren bei Sun Microsystems entwickelt und später (2010) von der Oracle Corporation übernommen wurde. Sie bietet ein System für die Entwicklung von Anwendungssoftware und deren Bereitstellung in einer plattformübergreifenden Computerumgebung. Der eigentliche Durchbruch von Java erfolgte mit der Integration in den Browser Netscape Navigator im Jahre 1996.

In den Jahren 2012 und 2013 geriet Java wegen Sicherheitsproblemen mehrfach in die Kritik, woraufhin seine Beliebtheit rapide abnahm. So gab am 10. Januar 2013 das renommierte Computermagazin c’t aus Sicherheitsgründen eine Empfehlung zur Deinstallation des Java Plug-ins heraus, beim Einsatz des Internet Explorers sogar zur vollständigen Deinstallation von Java. Am 11. Januar 2013 schloss sich das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) dieser Empfehlung an.

Zwar gelten die Sicherheitsprobleme durch außerplanmäßige Updates von Oracle mittlerweile als gelöst, allerdings erreichte Java nie wieder die vorherigen Beliebtheitswerte. Es ist jedoch nach wie vor möglich, Java in Webbrowsern auszuführen, obwohl in der Zwischenzeit die meisten Java-VMs die Unterstützung eingestellt haben.

Java wird nach wie vor von einer Vielzahl von Computerplattformen verwendet, von eingebetteten Geräten und Mobiltelefonen bis hin zu Unternehmensservern und Supercomputern. Java-Applets werden dabei weit weniger häufig verwendet, als eigenständige Java-Anwendungen.

Java Virtual Machine

Der vornehmliche Weg, Code zu erzeugen, der als Bytecode in einer Java Virtual Machine (JVM) bereitgestellt wird ist das Schreiben in der Java-Programmiersprache. Bytecode-Compiler sind jedoch auch für andere Sprachen verfügbar, einschließlich Ada, JavaScript, Python und Ruby. Darüber hinaus wurden mehrere Sprachen für die Verwendung in der JVM speziell entwickelt, darunter Clojure, Groovy und Scala. Java-Syntax lehnt sich stark an C und C ++ an, aber objektorientierte Features werden nach Smalltalk und Objective-C modelliert. Java verzichtet auf bestimmte Low-Level-Konstrukte wie Zeiger und verfügt über ein sehr einfaches Speichermodell, in dem Objekte auf dem Heap zugewiesen werden (während einige Implementierungen, z. B. alle derzeit von Oracle unterstützten, die Escape-Analyseoptimierung stattdessen auf dem Stack verwenden können) und alle Variablen Objekttypen Referenzen sind. Die Speicherverwaltung wird durch die integrierte automatische Speicherbereinigung der JVM geleistet.

Versionen

Am 13. November 2006 stellte Sun Microsystems den Großteil seiner Java-Implementierung unter der GNU General Public License (GPL) zur Verfügung.

Die (Stand April 2019) neueste Version ist Java 11, die am 25. September 2018 veröffentlicht wurde. Oracle hat für das "Legacy" Java 8 LTS das letzte kostenlose "öffentliche Update" im Januar 2019 für den kommerziellen Gebrauch veröffentlicht, während es ansonsten weiterhin Java 8 mit öffentlichen Updates für den persönlichen Gebrauch bis mindestens Dezember 2020 unterstützt. Da Java 9 nicht mehr unterstützt wird, empfiehlt Oracle seinen Benutzern aufgrund ungelöster Sicherheitsprobleme, sofort auf Java 11 umzustellen.

Die erweiterte Unterstützung für Java 6 endete im Dezember 2018.

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