Web-Browser

Ein Web-Browser (allgemein als ‚Browser‘ bezeichnet) ist eine Softwareanwendung, die den Zugriff auf Informationen aus dem World Wide Web ermöglicht. Dabei wird jede einzelne Webseite, jedes Bild und jedes Video durch eine eindeutige URL (Uniform Resource Locator) identifiziert. Die URL ermöglicht es dem Browser, diese Daten von einem Webserver abzurufen und auf dem Gerät des Nutzers anzuzeigen.

Die beliebtesten Web-Browser sind Chrome, Firefox, Safari, Internet Explorer und Edge.

Entwicklung

Der erste Web-Browser namens WorldWideWeb wurde 1990 von Sir Tim Berners-Lee erfunden. Er stellte dann Nicola Pellow ein, um den Line Mode Browser zu schreiben, der Webseiten auf Terminals anzeigt. Er wurde 1991 veröffentlicht.

1993 war mit der Veröffentlichung von Mosaic ein Meilenstein, der als "der weltweit erste beliebte Browser" bezeichnet wird. Dank seiner innovativen grafischen Benutzeroberfläche war das WorldWideWeb-System ab diesem Zeitpunkt benutzerfreundlich und somit für den Durchschnittsbürger zugänglich. Dies wiederum löste den Internet-Boom der 1990er Jahre aus, als das Web sehr schnell wuchs. Marc Andreessen, der Leiter des Mosaic-Teams, gründete schon bald seine eigene Firma Netscape, die 1994 den von Mosaic beeinflussten Netscape Navigator veröffentlichte. Der Navigator wurde daraufhin schnell zum beliebtesten Browser. Microsoft debütierte 1995 mit dem Internet Explorer, was zu einem Browser-Krieg mit Netscape führte.

Microsoft konnte in diesem Konflikt aus zwei Gründen eine marktbeherrschende Stellung einnehmen: Die Firma bündelte den Internet Explorer mit dem beliebten Microsoft Windows-Betriebssystem und zwar als Freeware ohne Nutzungsbeschränkungen. Im Jahr 2002 erreichte der Marktanteil des Internet Explorers schließlich einen Höchststand von über 95%.

Im Jahr 1998 wollte Netscape, um konkurrenzfähig zu bleiben, die Mozilla Foundation gründen, um einen neuen Browser mit dem Open-Source-Softwaremodell zu erstellen. Diese Arbeit entwickelte sich dann aber zum ‚Firefox‘, der erstmals von Mozilla im Jahr 2004 veröffentlicht wurde. Der Firefox-Browser erreichte 2011 einen Marktanteil von 28%.

Apple hat seinen Safari-Browser im Jahr 2003 veröffentlicht. Er ist nach wie vor der dominierende Browser auf Apple-Plattformen, obwohl er an anderer Stelle nie zu einem echten Faktor wurde. Der letzte bedeutende Zugang am Browsermarkt kam von Google. Der Chrome-Browser, der 2008 auf den Markt kam, war ein großer Erfolg. Er hat dem Internet Explorer kontinuierlich Marktanteile abgenommen und wurde 2012 zum beliebtesten Browser. Der Chrome ist seitdem die Nummer 1 geblieben.

Technologisch haben Browser ihre HTML-, CSS-, JavaScript- und Multimedia-Funktionen seit den 1990er Jahren stark erweitert. Ein Grund dafür war, anspruchsvollere Websites, wie zum Beispiel komplexe Webanwendungen, betreiben zu können. Ein weiterer Faktor ist die beträchtliche Ausweitung der zur Verfügung stehenden Breitbandverbindungen, die es den Nutzern ermöglicht, auf datenintensive Webinhalte wie YouTube-Streaming zuzugreifen. Zur Zeit der DFÜ-Modems wäre das nicht denkbar gewesen.

Eigenschaften

Der Zweck eines Web-Browsers besteht darin, Informationsressourcen aus dem Web abzurufen und auf dem Gerät eines Benutzers anzuzeigen.

Dieser Vorgang beginnt, wenn der Benutzer eine URL (z. B. https://www.wwnbg.de/) in den Browser eingibt. Praktisch alle URLs im Web beginnen entweder mit http: oder https: Dies bedeutet, dass der Browser sie mit dem Hypertext Transfer Protocol abruft. Im Falle von https: wird die Kommunikation zwischen dem Browser und dem Webserver aus Sicherheits- und Datenschutzgründen verschlüsselt. Ein weiteres URL-Präfix ist „file:“. Hier werden lokale Dateien angezeigt, die bereits auf dem Gerät des Benutzers gespeichert sind.

Sobald eine Webseite abgerufen wurde, zeigt sie die Rendering Engine des Browsers auf dem Gerät des Benutzers an. Dies umfasst vom Browser unterstützte Bild- und Videoformate. Webseiten enthalten normalerweise Hyperlinks zu anderen Seiten und Ressourcen. Jeder Link enthält eine URL. Wenn diese angeklickt wird, navigiert der Browser zur neuen Ressource. Somit beginnt der Prozess, Inhalte für den Benutzer bereitzustellen, erneut.

Moderne Browser sind eine Kombination aus zahlreichen Softwarekomponenten.

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